Hey Hallo!! Sei begrüsst!
Erstmal:
Sorry, hab' an Deiner Mail 'rumeditiert. hab' Deine Adresse zu
'nem Link gemacht, for all sie athers hu R interested in
Jepp!!
Suuupergeil das Javascript auf Eurer Page

*freu* Kann leider
die Pics nicht sehen (kein Plan wieso), aber dass die Banner
wechseln, finde ich ziemlich geil
So, dann
aber nix wie ab zum Thema, nämlich:
Jau. Wie bekomme ich die
Vocals erstmal so richtig geil auf die HD? Am allerbesten mit
'nem grossmembranigen Kondensatormikrofon. Da bei Vocals
oftmals sog. Explosivlaute auftreten (vornehmlich p und b) ist
'ne kleine Membran nicht so angebracht, da die schneller
übersteuert. Jo und Kondensatormikro ganz klar aus dem Grunde,
weil dynamische Micros nicht so brilliant und "durchsichtig"
sind wie dieelektrische. Das legendärste ist wohl das U 87 von
Neumann. Legger, legger

Mit 'ner Röhre,
umschaltbarer Charakteristik, Trittschallfilter und dem
allergeilsten Sound.
Apropos Charakteristik.
Da
wählt man wohl am Besten Nierencharakteristik. Kugelcharakter
empfiehlt sich nur, wenn man einen sehr geilen Aufnahmeraum
hat, den man mit einfangen möchte. Super- und Hyperniere
fallen aus der Wahl in den meisten Fällen 'raus.
Hat
ein Micro einen Trittschallfilter, so kann man damit entweder
das unrythmische Gestampfe des Sängers aus der Aufnahme
filtern, oder dem Nahbesprechungseffekt entgegenwirken. Den
erklär' ich noch, keine Sorge
Amtliche Mikros
hängen meistens in einer Spinne. Das ist ein Gestell, was auf
den Microständer geschraubt wird, in dem nur an Gummiseilen
eine Aufnahme für das Mikro hängt. Damit ist das Mikro
akustisch völlig von der Umgebung abgekoppelt. So kann man
sich die Nerven sparen, dem Sänger das Stampfen abzugewöhnen,
und trotzdem mit der Nahbesprechung zu arbeiten
*g*
Wichtig ist vor allem auch ein ordentlicher
Poppschutz.
Nee, nich die

Einer gegen
Luftwirbel... Kosten im Laden 70 Eier, die Dinger. Mannomann.
Wer die Kohle nicht hat, spannt einfach den Nylonstrumpf von
der Lady letzte Nacht über'n Drahtgestell, und zwirbelt das
irgendwie an den Ständer. HE!! MICROständer Ihr Säcke!! Das
ganze dann auf jeden Fall 'n paar Zentimeter vor das Micro.
Bei ultrasoften Songs _fast_ genau davor, damit der Act da
gaaaanz dicht 'rangehen kann. Klingt dann nämlich ultrafett
und warm und rund und satt und geil. warum? Nächster Absatz.
Nahbesprechung.
Bei dem sogenannten
Nahbesprechungseffekt treten sogenannte Druckgradienten in der
Microkapsel auf. Das sind Überlagerungen, die durch die
Laufzeit bestimmter Frequenzbereiche innerhalb der Kapsel
auftreten. Weiter will ich da jetzt nicht 'drauf eingehen,
wird'n bissel zu sehr Physikunterricht

Am stärksten macht sich
das auf jeden Fall durch eine Anhebung im Bassbereich
bemerkbar. Das beginnt langsam in einem Abstand von 1-1,5 m
und nimmt dann bei Annäherung an's Mikro immer weiter zu.
Sänger, die da Plan von haben, können damit unglaublich
dynamisches Zeug machen. Nicht nur, sich sozusagen selbst zu
komprimieren, indem der Sänger den Abstand zum Mikro variiert,
sondern auch Sound mit dem Abstand zum Mikro zu beeinflussen
geht damit ziemlich gut.
Im Normalfall wird der
Künstler wohl so zwischen 20 und 50 cm vom Mikro entfernt
sein. Kommt auf die Lautstärke an. Übersteuerte Kapseln können
fürchterlich klingen

Eigene Erfahrung ist:
macht das Micro mal ein paar Zentimeter höher, als das Kinn
vom Sänger. Das zwingt unterbewusst dazu, den Hals ein bissel
zu recken und dann wird's meist offener
Für
Backgroundvocals gilt genau dasselbe. Klar. Ausser, Ihr nehmt
mehrere Backingsänger gleichzeitig auf. Dann würde ich maximal
zwei mit einem Micro aufnehmen. Den Abstand zum Micro könnt
Ihr dann ein wenig erhöhen.
Jo. Das zur Aufnahme.
Da nicht jeder 'n U87 mit dem AKG-Poppschutz auf 'nem
Beyerdynamikständer vor 'ner T.C.-Vorstufe in einem 250qm
grossen Raum mit Hartholzwänden im Keller hat, hier nochmal 'n
paar Schminktipps:
Das fröhliche Basteln mit dem
Poppschutz haben wir schon durch. 'n Micro braucht Ihr
wenigstens, durch'n Telefonhörer klingt's echt Kacke

Wenn Ihr nur Dynamische
im Übungsraum habt, tja, dann muss halt so eins herhalten.
Wenn Ihr mehrere habt, probiert auf jeden Fall alle durch. Nur
weil sie alle schwarz sind, klingen sie nicht gleich. Ihr
werdet überrascht sein, was für fette Unterschiede zwischen
den einzelnen Micros liegen. Manchmal ist sogar das von
Völkner zum 12. Geburtstag sogar das geilste für die Aufnahme.
Hängt ausserdem auch ganz ganz stark vom Sänger ab. Viiieeel
'rumprobieren. Fehlende Homogenität kann auch keine
vollausgebaute Audioengine wieder
'reinbringen.
Übrigens... habe mal irgendwann ein
Plugin getestet, was Mikrofone simuliert hat. da hat man auf
der einen Seite den Mikrotyp angegeben, mit dem man
aufgenommen hat, und auch den Abstand zum Mikro und die
Einstellungen daran. Und auf der anderen hat man einfach
eingestellt, wie's klingen soll. Nach welchem Micro, mit
welchem Abstand, welcher Charakteristik etc... Mann. Das war
tatsächlich RICHTIG geil, das Ding!!! Hiess Antares
Microphone-Modeller. Und es klang tatsächlich teilweise
täuschend ähnlich. Allerdings auch nur dann, wenn das
aufgenommene Signal wirklich gut aufgenommen war, und das mit
einem mögl. geilen Micro. Der erfolgreichste Test war'n
AKG-Mikro, was wir auf'n U 87 umgerechnet haben. Echt
verblüffend.
Um 'nen Microständer kommt Ihr nicht
'drumrum. Alles andere klingt kacke. Erstens habt Ihr ständig
Griffgeräusche und ausserdem schwank das Signal dann so
dermassen in der Lautstärke, dass Ihr mit dem Komprimieren
nachher echt 'n Problem bekommt!! Und wenn Ihr das Ding an
zwei Drahtseilen an die Decke hängt! Egal!
Zum
Raum... jeder Raum, der nicht auf akustische Prinzipien
ausgelegt ist, klingt scheisse. Ist 'ne goldene Regel.
Deswegen so wenig wie möglich davon mit 'draufnehmen. Und wenn
Ihr in Mama und Papa's Schlafzimmer wandert, das Micro in den
Kleiderschrank hängt, und den Sänger in Coctailkleider der
Grösse 56 'reinsingen lasst. DAS klingt 100% trocken und
direkt. Und mit dem richtigen Waschmittel bekommt Ihr sogar
den Sommer in die... sorry, ich schweife ab. Wie gesagt, alles
so "tot" wie möglich aufnehmen. Raumeindrücke etc. könnt Ihr
nachher im Mix machen. Aber einen Wohnzimmersound bekommt man
nicht mehr aus der Aufnahme 'raus.
Mikros brauchen
bekanntlich Vorverstärker, nehmt dafür das beste, was Ihr
kriegen könnt. Anschliessend muss noch gewandelt werden, auch
dafür die beste Hardware verwenden!! Ich würde die
Konstellation
Eingebauter-Preamp-im-Mixer-Plus-Wandler-vom-Sony-Minidisc auf
jeden Fall dem Soundkarten-Microeingang
vorziehen.
So. Das erstmal zur Aufnahme. Jetzt lege
ich mich vor die Glotze, und wenn ich nachher noch Elan
verspüre, schreibe ich Euch, wie man die ganze Sache denn nun
wirklich abmischt.
Wenn Ihr
wirklich amtliche Aufnahmen vorhabt, ich kann immer wieder nur
Verleihfirmen empfehlen!! Über's Wochenende 'n Neumann mit
'ner amtlichen Vorstufe und Wandlern kostet nicht die Welt,
lässt aber die Qualität einer gesamten Produktion echt in die
Höhe schnellen!!!!
Hoffe, ich konnte bisher schon
ein paar Neuigkeiten verbreiten, Viele Grüsse, der boom