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markus.schmidt
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Vocals

Hey Hallo!! Sei begrüsst!


Erstmal: Sorry, hab' an Deiner Mail 'rumeditiert. hab' Deine Adresse zu 'nem Link gemacht, for all sie athers hu R interested in


Jepp!! Suuupergeil das Javascript auf Eurer Page *freu* Kann leider die Pics nicht sehen (kein Plan wieso), aber dass die Banner wechseln, finde ich ziemlich geil


So, dann aber nix wie ab zum Thema, nämlich:






Jau. Wie bekomme ich die Vocals erstmal so richtig geil auf die HD? Am allerbesten mit 'nem grossmembranigen Kondensatormikrofon. Da bei Vocals oftmals sog. Explosivlaute auftreten (vornehmlich p und b) ist 'ne kleine Membran nicht so angebracht, da die schneller übersteuert. Jo und Kondensatormikro ganz klar aus dem Grunde, weil dynamische Micros nicht so brilliant und "durchsichtig" sind wie dieelektrische. Das legendärste ist wohl das U 87 von Neumann. Legger, legger Mit 'ner Röhre, umschaltbarer Charakteristik, Trittschallfilter und dem allergeilsten Sound.


Apropos Charakteristik.
Da wählt man wohl am Besten Nierencharakteristik. Kugelcharakter empfiehlt sich nur, wenn man einen sehr geilen Aufnahmeraum hat, den man mit einfangen möchte. Super- und Hyperniere fallen aus der Wahl in den meisten Fällen 'raus.

Hat ein Micro einen Trittschallfilter, so kann man damit entweder das unrythmische Gestampfe des Sängers aus der Aufnahme filtern, oder dem Nahbesprechungseffekt entgegenwirken. Den erklär' ich noch, keine Sorge

Amtliche Mikros hängen meistens in einer Spinne. Das ist ein Gestell, was auf den Microständer geschraubt wird, in dem nur an Gummiseilen eine Aufnahme für das Mikro hängt. Damit ist das Mikro akustisch völlig von der Umgebung abgekoppelt. So kann man sich die Nerven sparen, dem Sänger das Stampfen abzugewöhnen, und trotzdem mit der Nahbesprechung zu arbeiten *g*


Wichtig ist vor allem auch ein ordentlicher Poppschutz.





Nee, nich die Einer gegen Luftwirbel... Kosten im Laden 70 Eier, die Dinger. Mannomann. Wer die Kohle nicht hat, spannt einfach den Nylonstrumpf von der Lady letzte Nacht über'n Drahtgestell, und zwirbelt das irgendwie an den Ständer. HE!! MICROständer Ihr Säcke!! Das ganze dann auf jeden Fall 'n paar Zentimeter vor das Micro. Bei ultrasoften Songs _fast_ genau davor, damit der Act da gaaaanz dicht 'rangehen kann. Klingt dann nämlich ultrafett und warm und rund und satt und geil. warum? Nächster Absatz. Nahbesprechung.


Bei dem sogenannten Nahbesprechungseffekt treten sogenannte Druckgradienten in der Microkapsel auf. Das sind Überlagerungen, die durch die Laufzeit bestimmter Frequenzbereiche innerhalb der Kapsel auftreten. Weiter will ich da jetzt nicht 'drauf eingehen, wird'n bissel zu sehr Physikunterricht Am stärksten macht sich das auf jeden Fall durch eine Anhebung im Bassbereich bemerkbar. Das beginnt langsam in einem Abstand von 1-1,5 m und nimmt dann bei Annäherung an's Mikro immer weiter zu. Sänger, die da Plan von haben, können damit unglaublich dynamisches Zeug machen. Nicht nur, sich sozusagen selbst zu komprimieren, indem der Sänger den Abstand zum Mikro variiert, sondern auch Sound mit dem Abstand zum Mikro zu beeinflussen geht damit ziemlich gut.


Im Normalfall wird der Künstler wohl so zwischen 20 und 50 cm vom Mikro entfernt sein. Kommt auf die Lautstärke an. Übersteuerte Kapseln können fürchterlich klingen Eigene Erfahrung ist: macht das Micro mal ein paar Zentimeter höher, als das Kinn vom Sänger. Das zwingt unterbewusst dazu, den Hals ein bissel zu recken und dann wird's meist offener


Für Backgroundvocals gilt genau dasselbe. Klar. Ausser, Ihr nehmt mehrere Backingsänger gleichzeitig auf. Dann würde ich maximal zwei mit einem Micro aufnehmen. Den Abstand zum Micro könnt Ihr dann ein wenig erhöhen.


Jo. Das zur Aufnahme. Da nicht jeder 'n U87 mit dem AKG-Poppschutz auf 'nem Beyerdynamikständer vor 'ner T.C.-Vorstufe in einem 250qm grossen Raum mit Hartholzwänden im Keller hat, hier nochmal 'n paar Schminktipps:


Das fröhliche Basteln mit dem Poppschutz haben wir schon durch. 'n Micro braucht Ihr wenigstens, durch'n Telefonhörer klingt's echt Kacke Wenn Ihr nur Dynamische im Übungsraum habt, tja, dann muss halt so eins herhalten. Wenn Ihr mehrere habt, probiert auf jeden Fall alle durch. Nur weil sie alle schwarz sind, klingen sie nicht gleich. Ihr werdet überrascht sein, was für fette Unterschiede zwischen den einzelnen Micros liegen. Manchmal ist sogar das von Völkner zum 12. Geburtstag sogar das geilste für die Aufnahme. Hängt ausserdem auch ganz ganz stark vom Sänger ab. Viiieeel 'rumprobieren. Fehlende Homogenität kann auch keine vollausgebaute Audioengine wieder 'reinbringen.


Übrigens... habe mal irgendwann ein Plugin getestet, was Mikrofone simuliert hat. da hat man auf der einen Seite den Mikrotyp angegeben, mit dem man aufgenommen hat, und auch den Abstand zum Mikro und die Einstellungen daran. Und auf der anderen hat man einfach eingestellt, wie's klingen soll. Nach welchem Micro, mit welchem Abstand, welcher Charakteristik etc... Mann. Das war tatsächlich RICHTIG geil, das Ding!!! Hiess Antares Microphone-Modeller. Und es klang tatsächlich teilweise täuschend ähnlich. Allerdings auch nur dann, wenn das aufgenommene Signal wirklich gut aufgenommen war, und das mit einem mögl. geilen Micro. Der erfolgreichste Test war'n AKG-Mikro, was wir auf'n U 87 umgerechnet haben. Echt verblüffend.


Um 'nen Microständer kommt Ihr nicht 'drumrum. Alles andere klingt kacke. Erstens habt Ihr ständig Griffgeräusche und ausserdem schwank das Signal dann so dermassen in der Lautstärke, dass Ihr mit dem Komprimieren nachher echt 'n Problem bekommt!! Und wenn Ihr das Ding an zwei Drahtseilen an die Decke hängt! Egal!


Zum Raum... jeder Raum, der nicht auf akustische Prinzipien ausgelegt ist, klingt scheisse. Ist 'ne goldene Regel. Deswegen so wenig wie möglich davon mit 'draufnehmen. Und wenn Ihr in Mama und Papa's Schlafzimmer wandert, das Micro in den Kleiderschrank hängt, und den Sänger in Coctailkleider der Grösse 56 'reinsingen lasst. DAS klingt 100% trocken und direkt. Und mit dem richtigen Waschmittel bekommt Ihr sogar den Sommer in die... sorry, ich schweife ab. Wie gesagt, alles so "tot" wie möglich aufnehmen. Raumeindrücke etc. könnt Ihr nachher im Mix machen. Aber einen Wohnzimmersound bekommt man nicht mehr aus der Aufnahme 'raus.


Mikros brauchen bekanntlich Vorverstärker, nehmt dafür das beste, was Ihr kriegen könnt. Anschliessend muss noch gewandelt werden, auch dafür die beste Hardware verwenden!! Ich würde die Konstellation Eingebauter-Preamp-im-Mixer-Plus-Wandler-vom-Sony-Minidisc auf jeden Fall dem Soundkarten-Microeingang vorziehen.


So. Das erstmal zur Aufnahme. Jetzt lege ich mich vor die Glotze, und wenn ich nachher noch Elan verspüre, schreibe ich Euch, wie man die ganze Sache denn nun wirklich abmischt.


Wenn Ihr wirklich amtliche Aufnahmen vorhabt, ich kann immer wieder nur Verleihfirmen empfehlen!! Über's Wochenende 'n Neumann mit 'ner amtlichen Vorstufe und Wandlern kostet nicht die Welt, lässt aber die Qualität einer gesamten Produktion echt in die Höhe schnellen!!!!


Hoffe, ich konnte bisher schon ein paar Neuigkeiten verbreiten, Viele Grüsse, der boom