'n paar tips:
Vocals: kann man schon fast sehen (in Wavelab)
Die lauten Stellen sind bis zu 20 dB lauter als irgendwelche
Konsonanten. Einbandig geht der RCL ganz geil. Preset "Vocal"
nehmen und als erstes die Attackzeit auf min. 10 ms
hochsetzen. Die Release entweder so lassen, oder der
Geschwindigkeit der Laute anpassen. darf halt nicht "pumpen".
Threshold einstellen tust Du, indem Du den Regler um einiges
unter die höchsten Pegel stellst. Dann sihste Du auch schon
die Attenuation arbeiten. Den ratio muss man dem signal
anpassen. Du musst halt eine vernünftige Kompression
hinbekommen, ohne, dass es "gestaucht" klingt. Danach nehme
ich meist noch den Magneto, um die stimme ein wenig
"anzusättigen". Bloss nicht zu heftig! Dann einen deesser, da
die Zischlaute nach der Kompression rauskommen, und dann den
L1 und die pegelspitzen abschneiden (nicht mehr als 4-5 dB
Attenuation)
Boah... watt'n text

weiter...
Gitarren: Verzerrte Gitarren sind durch den
Verzerrer bedingt schon "komprimiert". Die kann man mit einem
Kompressor aber noch ein bisschen satter machen. magneto ist
hier auch 'ne Wunderwaffe

Unverzerrte auch mit
Magneto satter machen (magneto komprimiert übrigens auch
bedingt!!) und mit einem Kompressor in der Dynamik begrenzen.
Attack richtet sich nach dem Anschlag der Gitarre. Ist der
hart und knackig, Attackzeit etwas länger lassen (mehr als
30ms) und die Release kurz halten. achten dass es nicht
"pumpt", dann release nachregeln. Ratio kann ruhig etwas
höher, Threshold wie bei Vocals auch erstmal nach optik
einstellen, dann nachregeln. L1 wieder nur zum
Spitzenbegrenzen!!
Drums: Snaredrums kriegt man durch
'nen Kompressor tierisch knackig!! Attack länger, Release
auch. Aber: bei echten Snaredrums, die am Drumset aufgenommen
wurden, immer erst gaten! Gilt für alle Drummicros!!! Sonst
hast Du nach der Kompression mehr Hihat als Snare auf der Spur

bassdrums bekommen
auch durch den Kompressor erst den richtigen Kick! Selbe
Prinzip wie bei Snaredrum, aber Attack länger (mindestens
50-60ms) und Release auch entsprechend ettwas länger, auch
hier hören, was bei 'rauskommen soll. Kick (Release länger)
oder Bauch (Rel. ganz kurz) Toms genauso, Attack dem Ton der
Toms anpassen (Die Frequenz kann man in Wavelab richtig sehen
bei hoher auflösung) Immer einige Schwingungen durchlassen,
bevor der Kompressor anfängt zu regeln.
Bass: Dem
kannste's richtig besorgen!! Aber da auf den EQ achten! Darf
nicht dröhnen!! Aber hohe ratio!!! Lange Attack, release
wieder dem Signal anpassen, auch hier: auf "Pumpen"
achten!!
Keyboards: Orgeln nur ansättigen, am besten
mit Band oder Röhrensättigung! (Magneto oder wasweissich

Piano kann man ruhig
etwas heftiger komprimieren, kann auch wenn es "pumpt" einen
netten effekt geben! Flächen immer ewig lange Attack (200ms
aufwärts) und laaaange release (1000 ms aufwärts) Threshold
nicht ganz so niedrig, Ratio anpassen, um die dynamik in den
gewünschten Bereich zu bringen.
So. Mehr fällt mir
erstmal nicht mehr ein! Was hälst Du davon, wenn Du Deine
anfrage nochmal in Kurzform in's BOOMBOARD postest? Dann haben
noch mehr Leutz was von dem text hier

Paste ich dann nochmal
mit den entsprechenden Screenshots aus wavelab dazu da
hinter!
O.K., hoffe, Du kannst was damit anfangen,
Gruss boom

>
[...]
Jau. Dann dachte ich mir doch, warum nicht noch die
entsprechenden Grafiken und Hörbeispiele gleich mit beilegen
Also erstmal
zu dem Absatz über die Vocals:
Erstmal die Vocals, wie
sie aufgenommen wurden. Die zahlen markieren bereiche, auf die
ich gleich noch eingehe.
Durch
die Spitzen bei 2 und 4 haben wir heftige Einbussen im pegel.
Der rest ist eigentlich schon schön gleichmässig (1 und 3),
aber die Konsonanten kommen nicht genug 'raus (Markierter
Bereich am Ende)
Nach der Bearbeitung sieht das Signal
so aus:
Gemacht
habe ich das mit einem Dreibandigen Kompressor, wobei ich die
Regelzeiten dem Freguenzbereich angepasst habe. BassKompressor
lange Attack (über 70ms waren das glaube ich...) MidKomp etwas
weniger usw. Danach habe ich das Signal nochmal Deessed und
mit einer Röhrenstufe angesättigt. Abschliessend nochmal
richtig hart Limitiert, und Ihr glaubts kaum, so gestaucht wie
das aussieht klingt's gar nicht! Klingt echt ganz geil im
Mix!! (Rockmusik, Gitarre zum Song kommt gleich als MP3

)
Jau, zum
Gate nicht viele Worte, erstmal die Wellenform von 'ner leicht
komprimierte und limitierte Gitarre. Ist 'ne abgestoppte
Brettgitarre. Anhören könnt Ihr Euch das Ding
hier.
Tja,
und nun gegated. ist'n Frequenzabhängig arbeitendes Gate.
Bereich so etwa 500-2500 Hz. Attack auf superkurz wegen dem
Anschlag (1-5 ms) Release auch sehr knackig
kurz!
Zum
Hören einfach
hier
klicken!
O.K. und zuguterletzt nochmal die
regelzeiten grafisch. Wir nehmen mal dieses imaginäre Signal
hier. Zeiten und Pegel stehen dran.
So,
und jetzt durch einen Kompressor mit folgenden
Einstellungen:
Threshold: -20 dB
Ratio
6:1
Attack: 1ms
Release 5ms
Hoffe,
Ihr könnt die lange Ladezeit verschmerzen, habe die Pic's so
klein wie irgend geht gemacht, sind insges. nur 40 kB oder
so... Die MP3's müsstet Ihr mit ISDN streamen können, sind auf
64 kBit Codiert! Und bitte... tut Euch einen gefallen,
verwendet sie nicht weiter, gehen gerade in's Presswerk die
Spuren
Aber
hier
nochmal 'n kurzer mix, in dem die Gitarre liegt. Für den rest
müsst Ihr das Buch kaufen
So, nun
frohes Komprimieren, grüsse, boom
