
), habe ich manchmal das
Gefühl, dass meine Stimme sehr schneidend wird, wenn ich etwas
lauter spreche. Der Grundton bleibt immernoch tief, aber die
Formanten kommen dann so richtig durch. Und die liegen bei
meiner Stimme irgendwo um 3800 Hz. Das ist recht hoch. Einer
unserer Sänger dagegen liegt vom Grundton bestimmt eine Quarte
höher als ich, seine Formanten bewegen sich aber gerademal bei
2900 Hz. Komisch, nicht wahr?
Deshalb gibt es kein
patentrezept gegen Formanten. Man muss sie Hören, um sie
gezielt zu killen. genauso wie Resonanzen durch Dopplung von
Frequenzen. Wenn z.B. der Bass immer nur auf einem Ton
besonders laut ist oder dröhnt (nicht nur hören, auch
hingucken!!! Pegel in der Wellenform!!), dann sollte man diese
Frequenz steilflankig ein bissel absenken.
da gibt's mal wieder
scheiss Probleme mit dem scheiss Verlag (warum eigentlich
IMMER die Idioten??
), aber sobald es da ist, mache ich 'n Thread
auf!
[...]
Jau, hier nochmal die drei versprochenen Hörbeispiele.
Ist eine Männliche Gesangsstimme. Das erste
Beispiel ist die pure Aufnahme, die während des Recordens
schon durch einen Röhrenkompressor gelaufen ist. Daher auch
die leichte Überbetonung der Zischlaute. Angehört?? Gut. Dann
mal das zweite
Beispiel, bei dem ich die nervigsten Formanten gnadenlos
überbetont habe. Sind zwei Frequenzen dicht nebeneinander,
nämlich einmal 4000 Hz und knapp darunter bei 38irgendwas Hz.
Die hab' ich mit einem Q von etwa 0,8 um je 18 dB angehoben.
Nachdem Ihr das gehört habt, hört nochmal in's Original 'rein,
ob Ihr diese Frequenzen jetzt auch im Original schwingen hört.
Wenn noch nicht, nochmal beides hören und genau konzentrieren.
Okay. Dann mal zum dritten
Beispiel. Hier habe ich jetzt die Formanten um jeweils
etwa 12 dB abgesenkt. Ist für eine Mischung viel zuviel, da
dadurch die Stimme schnell "tot" klingen kann. Für 'n Mix
hätte ich bestimmt nicht mehr als 5 oder 6 dB gekillt. Aber
um's mal zu hören, wie's klingt...
Jo, das war's auch
schon, viele Grüsse, boom.