Hi Prowler,
wenn ich richtig zwischen den Zeilen lese, dann handelt es sich bei Deiner Anfrage wohl eher um Demos zur Bemusterungen für Veranstalter, Plattenfirmen etc. und um sie ein paar Freunden und Verwandten zu schenken??
Wenn Ihr nämlich Demos herstellt um sie z.B. auf Euren Konzerten zu verscherbeln, solltet Ihr schon schauen, diese möglichst professionell herstellen zu lassen, also in eine Pressfirma in Auftrag zu geben. Selbstgebrannte ziehen beim Verkauf nicht so. Dann aber wüsstest Du schon, dass die CD-Presswerke Kompaktpakete anbieten, wo der Druck für die Labels und den Inlay- bzw. Covercards schon mit drin ist. Da geht es aber tatsächlich meist erst bei einer Fünfhunderter Auflage los.
Da Du aber offensichtlich weniger Demos herstellen willst, gehe ich mal davon aus, dass Ihr diese Demos eben für den privaten Gebrauch oder für Promozwecken herstellen wollt.
Ist dies der Fall, so empfehle ich die Drucksachen tatsächlich selbst herzustellen. Ich weiß nämlich nicht, ob eine Pressfirma fertige CDs nimmt, um auf diesen dann ein Labeldruck durchzuführen...
Auf jeden Fall steht fest, dass sich der Druck für solche Aktionen finanziell nicht rechnet. Ihr müsst nämlich nicht nur den Druck dafür bezahlen, sonder vorher erst Lithos von dem Motiv anfertigen lassen. Das sind Negativabzüge der einzelnen Farben die verwendet werden, und dienen als Grundlage für den Drucker. Solche Lithos müssen oft von externen Firmen angefertigt werden, weil das Presswerk keine Möglichkeit hat sie herzustellen. So ein Lithodruck kostet je nach Aufwand schon mal 300-500 DM, von den Drucksachen hinterher ganz zu schweigen.
Also teuer, teuer. Lohnt sich wirklich nur, wenn mindestens eine 500er Auflage hergestellt werden soll.
Deshalb empfehle ich, die Drucke für die Demos selbst zu machen (wie immer

)
Dazu ist auch eigentlich nicht sehr viel nötig. Klar, jemanden mit einem kreativen Auge und nem fähigen Rechner mit den nötigen Grafikprogrammen ist nat. Voraussetzung. Aber ist in Eurem Fall ja anscheinend nicht das Problem.
Wenn Ihr also das Layout für die CD-Labels, die Inlaycards und die Cover fertig durchgestyled habt, braucht Ihr eigentlich nur noch jemanden mit einem wirklich guten Drucker. Mit gut meine ich so richtig gut, da fallen auf jeden Fall die miesen Nadeldrucker schon mal komplett raus
Ein Laserdrucker hat sicher die höchste Qualität, aber ich persönlich kenne eigentlich niemanden, der so ein Teil sein eigen nennen kann, schon gar nicht als Farbversion.
Also, ein Tintenstrahler der neuen Generation muß es schon sein. Da ist dann wenigsten eine hohe Farbauflösung einstellbar, was im Grunde das wichtigste Kriterium bei einem Präsentationsdruck ist.
Um einen wirklich guten Ausdruck hinzubiegen braucht Ihr aber nicht nur einen Drucker mit hoher Auflösung, sondern auch das entsprechende Material. Ihr könnt dem Drucker nämlich zehnmal die höchste Farbauflösung, fetteste Qualität und feinste Linienführung einkalibrieren, wenn Ihr das Ganze auf Schreibmaschinenpapier ausdruckt. Das sieht dann nämlich trotzdem Scheiße aus.
Allerallerwichtigstens für einen geilen, professionellen Druck ist ganz klar das Papier. Sowohl für die runden Labels die auf die CD kommen als auch für die Coverdrucke gibt es Papier in Fotoqualität. Sogenanntes Fotodruckpapier kostet zwar ein paar Märker mehr, aber wie gesagt, ohne dieses könnt Ihr es gleich vergessen, die Drucke sehen sonst wirklich nicht annehmbar aus.
Außerdem solltet Ihr Euch, wenn der Drucker diese Option hat, für die teure Fotofarbe entscheiden, die bringt Qualitativ noch mal ein paar Punkte mehr.
Also, noch mal zusammengefasst:
Besorgt Euch einen Kumpel, der z.B. gerade Grafikdesign studiert, einen Computerfetischisten auf dem Hardwaretrip, Fotodruckfarbe, -labels und –papier und ne scharfe Schere, dann wird alles gut.
Für die runden CD-Aufkleber gibt es übrigens einschlägige Systeme mit Zentrierungshilfen zum perfekten aufkleben auf die CDs und Sofware mit den Maßen der CDs. Empfehlenswert!!
Zum Schluß noch eben ein, zwei Worte warum ich jetzt nicht das Profiprogramm mit Presswerk, Lithoherstellern und superprofessionellen CD-Design empfehle:
Um sich bei Veranstaltern, Plattenfirmen oder Verlagen zu bewerben oder um mit der ersten eigenen CD bei Verwandten und Freunen rumzuschocken ist es nich nur aus finanziellen Gründen sinniger so zu verfahren.
Denn immer wieder lese ich in verschiedenen Interviews mit A&Rs oder anderen Leuten die mit Demos zugemüllt werden, dass ein zu überkandideltes Präsentationsmaterial eher abschreckt, als zum Erfolg führt.
So nach dem Motto: Haben die was zu retuschieren? Ist die Musik etwa so mies, dass sie mit visuellen Feinheiten die Aufmerksamkeit auf Ihr Produkt lenken wollen?
Denn Ihr wollt Euch ja als Mucker und nicht als Playmates verkaufen und da zieht nun einmal ganz klar mehr die Musik als die Präsi. Klar sollte man darauf achten nicht eine überspielte Cassette mit Handaufschrift zu einem Major zu schicken, aber so wie ich’s empfohlen habe, reicht es locker aus. Nur darauf achten, dass es nicht zu hühnermäßig aussieht, also (ein letztes mal, dann muß es aber auch sitzen

) nur gutes und teures Material verwenden. Dann wird auch was mit einer leckeren Präsi....
Hoffe, ich konnte Dir ein wenig weiterhelfen, wenn Du jetzt doch lieber ne vernünftige CD herstellen lassen möchtest, dan poste doch noch einmal aus welcher Region Du kommst, dann kann ich Dir ein paar Presswerke in Deiner Umgebung nennen.
Bis dahin sei gegrüßt, genau wie alle anderen Mucker-Kollegen.....Martin